Sparen ist kein Verzicht, es ist eine Entlohnung und Befreiung

Blog rund um das Thema Finanzen und Familie

Sparen ist kein Verzicht, es ist eine Entlohnung und Befreiung

Immer wieder stösst man auf die selben Einstellungen bei Familienangehörigen und Freunden wenn man zufällig auf das Thema sparen kommt. Anfang April waren wir auf dem Geburtstag von meinem kleinen Bruder und weil er gerade plant das Hotel Mama zu verlassen habe ich Ihm als Starthilfe und Gedankenstütze das Buch „Finanzhacks für Berufseinsteiger“ von Dominik Fecht geschenkt.

Wenn Ihr mehr über das Buch von Dominik erfahren wollt, schaut euch unsere Buchbewertung von „Finanzhacks für Berufseinstager“ an.

Da man in unserer Familie gerne mal gezwungen wird seine Geschenk in aller Öffentlichkeit zu öffnen, haben natürlich alle Gäste den Buchtitel gelesen und somit war die Diskussionsrunde eröffnet.

Zu nächst waren meine Frau und ich stille Teilhaber der Diskussionsrunde und ließen den gängigen Glaubenssätzen ihren freien lauf. Unter diesen Glaubenssätzen waren die typischen ever greens wie:

  • Was bringt mir das Sparen ich lebe doch jetzt
  • Dann spare ich jetzt und später habe ich nichts von meinem Geld.
  • Ich hab kein Geld zum sparen, am Ende des Monats ist nie was über
  • Dann müsste ich ja auf dies und das verzichten
  • Sparen lohnt sich doch sowieso nicht.
  • Geld ist da um ausgegeben zu werden
  • Ich arbeite doch nicht um mir nichts davon zu Kaufen

Ich könnte noch unzählige Zeilen so weiter schreiben aber ich glaube diese reichen aus um ein Gefühl dafür zu bekommen wie die Grundstimmung war. Aus weil uns das bewusst war, haben wir uns auch anfangs enthalten, den wir beide sind nicht die Typen, die gerne andere mit unseren Glaubenssätzen missionieren (das wäre oft vergebene Zeit und Kraft).

Doch leider konnten wir uns der Diskussion nicht vollständig entziehen, denn wir wurden verwundetet über unserer Passivität angestarrt, denn normaler Weiße diskutieren Annette und ich immer gerne mit ;-). Nur in diesem Fall nicht, und das obwohl der Auslöser der Diskussionsrunde auch noch von uns gekommen ist.

Also gut, nun konnten wir uns nicht weiterhin entziehen und beteiligten uns an dieser Runde.

Sparen ist gleich Lebenszeit und Freiheit

Natürlich erwartete meine Familie, dass wir der selben Meinung sind wie alle. Als wir dann anfingen die vorher genannten Glaubenssätze zu beneinen und genau das Gegenteil sagten, war die Überraschung natürlich groß.

Annette versuchten zu erklären warum sparen einem Lebenszeit und Freiheit bringt. Denn den meisten im Raum war einfach nicht Bewusst, dass sie in ihrem Angestelltenverhältnis, ihre wertvollstes Gut, ihre Lebenszeit gegen Geld eintauschen.

Doch was bedeutet das jetzt das Sparen für meine Lebenszeit und Freiheit?

Es bedeutet, das Geld das wir gespart und nicht für Konsumgüter ausgegeben haben uns Lebenszeit bringt. Dazu ein einfaches Beispiel, wenn ich das sechsfache meines Monatseinkommen erspart habe, dann müsste ich 6 Monate nicht arbeiten (Wenn Einkommen gleich Ausgaben ist). Was dann bedeutet ich habe damit 6 Monate nicht meine Lebenszeit gegen Geld eingetauscht.

Ähnliches bedeutet es für die Freiheit, denn mit einem Polster von Lebenszeit in Form von Geld, können Entscheidungen freier getroffen werden. Hierzu auch gerne ein Beispiel.

Ich werde von heute auf morgen gekündigt, wenn ich ein Polster habe, das diese unangenehme Situation auffängt, dann bin ich nicht gezwungen die erst beste Stelle anzunehmen um meine Ausgaben zu denken. Nein, ich hätte dann die Möglichkeit mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit eine besser Stelle zu suchen.

Das gleiche gilt im Fall einer schwären Krankheit. Mit der Lebenszeit, in Form von angesparten Kapital, kann man sich voll und ganz auf die Behandlung der Erkrankung konzentrieren ohne sich zusätzlich Gedanken um die Finanzielle Situation zu machen.

Bezahl dich zuerst und nicht die Anderen

Dieser Ansatz ist in unseren Augen der wichtigste und zudem bewirkt dieses Verhalten, besonders am Anfang, die größten Veränderungen. Denn wenn man am Ende des Monats weglegen will was überbleibt, bleibt in den meistens Fällen nichts oder nur wenig über. Daher ist es ratsam einen bestimmten Betrag direkt am Anfang bei Seite zulegen und dann mit dem übrigen Geld aus zukommen. Im dem Buch „Der reichste Mann von Babylon“ und unzähligen Büchern werden mindestens 10% vom Netto-Einkommen empfohlen.

Am Anfang bedeutet das natürlich eine Reduzierung des üblichen Konsumverhalten aber mit der Zeit ensteht ein Gewöhnungseffekt und es ist normal mit den reduzieren Mitteln auszukommen.So wird man nicht jeden Monatsende auf ein neues daran erinnert, dass man nichts gespart hat oder auf wie viel verzichtet werden musste über den Monat hinweg.

Dein realer Stundenlohn und Konsumgüterpreis

Gehen wir jetzt noch ein Schritt weiter und betrachten den realen Stundenlohn und Konsumgüterpreis. Jetzt stellt sich natürlich die Frage was ist der reale Stundenlohn und Konsumgüterpreis?

Der reale Stundenlohn, ist der Stundenlohn den man sich selber bezahlt in Form von Rücklagen, Sparbeiträgen, Sparplänen oder Investments.

Bei dem realen Konsumgüterpreis, handelt es sich um die Anzahl der Arbeitsstunden (Lebenszeit) die benötigt wird um mit dem realen Stundenlohn das Konsumgut zu erwerben.

Zur Veranschaulichung wie der reale Stundenlohn und Konsumgüterpreis ermittelt wird, habe ich hier für euch zwei Beispiele von Karl Konsum und Susi Sparig.

Karl Konsum

Person A die wir Karl Konsum nennen hat am Monatsanfang 4000 € nach Steuern zur Verfügung. Davon Bezahlt Karl seine monatlichen Fixkosten in Hohe von 2600 €. Unter diesen Kosten sind Ausgaben für seine Mietwohnung, sein Auto das er geleast hat und und und.

Das bedeutet Karl Konsum hat nach Abzügen von seinen Fixkosten noch 1400 € über. Diese 1400 € nutzt er gerne in vollen Zügen aus so das am Ende des Monats vielleicht durchschnittlich 100 € überbleiben. Diese 100 € legt Karl zur Seit und bezahlt sich damit selber. Das bedeutet das Karl sich für seine 174 Arbeitstunden lediglich ein Vergütung von 100 € zahlt. Das macht einen realer Stundenlohn von 100 / 175 = 0,57 €

Jetzt kommst Karl in die Situation das er einen neuen Fernseher kaufen möchte, dieser soll 700€ kostet. Wenn Karl sich jetzt nicht einschränken möchte und den neuen Fernsehr mittels seinem tatsächlichem Stundenlohn bezahlen möchte, muss er dafür 1228 Stunden oder einfacher gesagt 7 Monate arbeiten.

Susi Sparig

Wie sieht es im Gegensatz bei Susi Sparfuchs aus, Sie hat am Anfang des Monats 2600€ nach Steuern zur Verfügung. Davon muss auch Sie Ihre monatlichen Fixkosten abziehen und so bleiben Susi 800 € über. Susi denkt aber daran sich zu erst zu bezahlen und zählt somit Ihre eigenen Bezüge zu den Fixkosten. Sie bezahlt sich selber 10% von Ihrem Netto Einkommen, also 260€.

Nach der selben Rechnung wie bei Karl, hat Susi somit einen realen Stundenlohn von 1,49€, bei 175 Arbeitsstunden den Monat.

Wenn Susi sich ebenfalls den Fernseher für 700€ kaufen möchte, benötigt Susi dafür nicht 7 Monate, sondern etwas weniger als 3 Monate (2,7).

Fazit

Natürlich gibt es jetzt bestimmt Stimmten die sagen werden „Ich lebe im hier und im jetzt, was bringt mir das Sparen wenn mir was passiert“. Selber profitiert man dann wie bereits beschrieben, in dem man sich nicht um die finanziellen Probleme kümmern muss. Im schlimmsten Fall hat man selber nichts vom Geld aber die Hinterbliebenen wie Ehepartner und/oder Kinder die in so einem Verlust trauern oder Unterstützung benötigen.

Des Weitern erkennt man an Susi und Karl, das man mit einem bestimmten Verhalten, den eigenen realen Stundenlohn und Konsumgüterpreis stark beeinflussen kann.

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